...in der genau diese begrenzt vorrätigen Rohstoffe, sinn- und vor allem planlos verschwendet werden und für das Ausgehen dieser Rohstoffe keine Vorsorge getroffen wird...eine Welt in der – an dieser Stelle nur kurz gesagt – Ungerechtigkeit, Verschwendung, Vernichtung und Rücksichtslosigkeit auf allen Teilen dieser Erde gleichermaßen das Leben - der Ihn bevölkernden Wesen - bestimmt und erschwert.
Solch eine Welt braucht grundlegende Veränderungen,
um das Überleben dieser Wesen über mehrere Generationen hinaus, sicherzustellen und zu erleichtern. Nicht nur die moderne digitalisierte Welt führt es uns täglich vor Augen, auch die aktuelle, so genannte "Krise" zeigt uns, daß unser Handeln globale Auswirkungen hat. Die wirtschaftlichen Interessen der "Global-Player" auch aus Deutschland, beteiligen "uns" an Kriegen und Krisen der ganzen Welt.
Ohne Wohlstand - für immer weniger Menschen in Europa , keine ertrinkenden, verdurstenden Flüchtlinge an Europas neuen Grenzen , ohne das rüde Verteidigen der verbleibenden billigen Ölquellen, keine ermordeten deutschen Touristen; die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.
Der sog. "rheinische Kapitalismus" der gern auch "soziale Marktwirtschaft" genannt wurde, entwickelt sich - wie Sven Giegold von Attac so treffend formuliert hat, zusammen mit den globalen Entwicklungen "vom rheinischen zum schweinischen Kapitalismus". (Siehe dazu auch "...ein Wutanfall")
Die radikalste Form dieser Gesellschaftsordnung setzt sich weltweit brutal durch.
Der immense Reichtum, den diese Gesellschaftsordnung - die von vielen Profiteuren noch immer verniedlichend "Marktwirtschaft" genannt wird - diesen Reichtum teilen sich weltweit ganz wenige Menschen. Die überwiegende Mehrheit - mehr als 75 Prozent der Menschheit bekommt von diesem System so gut wie nichts ab. In Deutschland halten etwa 10% der Bürger fast 90% des Volkseinkommens in den Händen. Der Rest der Menschen - immerhin etwa 90% der Deutschen - leben von den verbleibenden 10% des Volkseinkommens. Europaweit sieht die Verteilung nicht viel anders aus.
Der Kapitalismus lebt vom Wachstum. Auf diesem Globus gibt es kaum noch lukrative Gegenden, die vom Kapitalismus noch nicht erschlossen wären oder auf die nicht bereits Anspruch besteht, in absehbarer Zeit erschlossen zu werden. (Siehe Russlands "Anspruch auf den Nordpol") Geographisch sind die Grenzen bereits erreicht, ein weiteres Wachstum des Systems in Sich selbst, ist nur noch durch noch effektivere Ausnutzung der Reccource Mensch möglich, da andere Reccourcen wie Öl und Wasser gleichzeitig knapper werden und eine Expansion über Rohstoffausbeutung nicht oder immer schwieriger möglich wird.
Vieles zeigt darauf hin, das der Kapitalismus endlich ist, ein weiteres Wachsen nicht mehr in ausreichendem Maße möglich ist. Vieles zeigt darauf hin, dass die bestehende Gesellschaftsform nicht das Ende der Geschichte ist.
Auf der Suche nach Ursachen und Auswegen, bewegt sich der Inhalt dieser Seite. Lösungsvorschläge stoßen scheinbar oft an die Grenzen des machbaren. Auf die Frage nach der Realisierung, der Umsetzbarkeit und der vorgehensweise im Detail haben die mexikanischen Befreiungsbewegungen ein passendes Motto gefunden:
"Preguntando caminamos" - Fragend schreiten wir voran !
Es gilt also einen sich abzeichnenden Weg zuerst einmal zu beschreiten, um dann innezuhalten und sich zu fragen, ob dies die gewünschte Richtung ist.
In diesem Sinne sollen auf dieser Seite verschiedene Wege oder Standpunkte zu einer veränderten Welt - deren funktionsweise länger als ein- oder zwei Generationen bestand hat - miteinander verglichen werden. Das momentane Gesellschafts- / Wirtschaftssystem scheint diese Anforderungen nicht zu erfüllen.
Gerade jetzt ist eine andere Welt möglich. Wir haben es in der Hand.
Per Oldehaver - 12/07, 03/09