Quelle:
nach IPCC, 2001: Climate Change 2001: The Scientific Basis. Contribution of the Working Group I to the Third Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (Houghton, J.T. et al., eds), Cambridge and New York 2001, Figure 2.20
Um zu beurteilen, ob die Temperaturzunahme im 20. Jahrhundert ungewöhnlich ist, muss man sie im Kontext der Klimaschwankungen über längere Zeiträume sehen.
Die Länge und Dauer der Erwärmung im 20. Jahrhundert ist auch in den letzten 1000 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach einmalig. Die 1990er Jahre sind zumindest auf der Nordhlbkugel wahrscheinlich das wärmste Jahrzehnt des Jahrtausends und 1998 das wärmste Jahr. Die Abbildung zeigt eine relativ warme Periode vom 11. bis zum 14. Jahrhundert und eine relativ kalte Periode vom 15. bis 19. Jahrhundert, die als "Mittelalterliches Optimum" und "Kleine Eiszeit" bezeichnet werden. Die Darstellung macht deutlich, dass die Erwärmung im 20. Jahrhundert nicht einfach als natürliche "Erholung" aus der Kleinen Eiszeit angesehen werden kann, da sie das Niveau der mittelalterlichen Werte deutlich überschreitet. Die mittelalterlichen Temperaturen der Nordhalbkugel lagen zwar um 0,2 oC über dem Durchschnitt vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, aber deutlich unter den Werten des 20. Jahrhunderts.
Die rekonstruierten Werte (blaue Kurve in der Abb.) stammen aus Proxydaten von Baumringen, Korallen, Eiskernen und historischen Dokumenten. Aufgrund der fehlenden Daten ist wenig bekannt über die Nordhalbkugel für die Zeit vor mehr als 1000 Jahren sowie über die Südhemisphäre für die Zeit vor 1861.
Dieter Kasang
Diese und viele andere Grafiken zum Thema Klimawandel liefert der IPPC.(Intergovermental Panel on Climatic Change) zu beziehen über:
www.hamburger-bildungsserver.de
http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/klima/ipcc2001/gletscher-1.html