Per Oldehaver
...wo wir stehen
... ein Wutanfall !
Widerstand
System überwinden ?
**R E G I O N A L**
Lebensraum
wohin geht EUROPA ?
Forderung: Frieden
Marx im 21.Jahrh.?
fallende Profitrate
Ökologische Linke
Ökol. Plattform
Energiewende
ÖkoLobbys
Klima : Wandel ?
Warum Grün Rot ist !
...andere  Welt
ökologische Krise
Was bedeutet Natur
Marktende
Wirtsch.demokratie
Callinicos / Negri
Gewerkschaften
auf die Straße !
e = m c ²
Grafiken - JPGs
fairer Handel
Kontakt
Impressum

Seit Beginn der 90er-Jahre wird eine deutliche Erwärmung des Nordseewassers registriert. Diagramm und Trendlinie: BSH
Während in Nairobi die Klimawandel-Konferenz der Vereinten Nationen tagt, haben Hamburger Wissenschaftler erneut Rekordtemperaturen in der Nordsee gemessen. Im vergangenen Oktober (2005)lag die mittlere Wassertemperatur demnach bei 14,2 Grad Celsius und damit um 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel. Der bisherige Oktober-Höchstwert sei noch einmal um fast 1 Grad übertroffen worden, erklärt Hartmut Heinrich vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Isoliert betrachtet, sei der diesjährige nordseeweite Temperaturanstieg eine Folge der Hitzeperiode im Juli und des unverhältnismäßig warmen Septembers. Die Langzeitbeobachtungen zeigten jedoch, dass derart hohe Wassertemperaturen keine Anomalie mehr darstellten, sondern längst die Regel geworden seien.

Seit 1988 befinde sich die Nordsee in der längsten und intensivsten Warmphase seit Beginn der Messungen im Jahr 1873, so Heinrich weiter. Normalerweise hätte sich längst eine Kaltphase einstellen müssen, entsprechend dem üblichen Wechsel zwischen Warm- und Kaltphasen mit einer Periode von 5 bis 15 Jahren. Ein Grund für die Erwärmung sei der Einstrom von immer wärmerem Wasser aus dem Nordatlantik.

Aufgrund des Temperaturanstiegs werde sich der Lebensraum Nordsee spürbar verändern, betont Heinrich. So würden verstärkt Meerestiere und -pflanzen aus der Biskaya einwandern. Meeresbiologen haben bereits festgestellt, dass heimische Arten wie Hummer und Kabeljau in der Nordsee seltener geworden sind, während an warmes Wasser angepasste Arten aus dem Süden immer öfter anzutreffen sind.

Forschung: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg

Quelle:

nach IPCC, 2001: Climate Change 2001: The Scientific Basis. Contribution of the Working Group I to the Third Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (Houghton, J.T. et al., eds), Cambridge and New York 2001, Figure 2.20

Um zu beurteilen, ob die Temperaturzunahme im 20. Jahrhundert ungewöhnlich ist, muss man sie im Kontext der Klimaschwankungen über längere Zeiträume sehen.

Die Länge und Dauer der Erwärmung im 20. Jahrhundert ist auch in den letzten 1000 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach einmalig. Die 1990er Jahre sind zumindest auf der Nordhlbkugel wahrscheinlich das wärmste Jahrzehnt des Jahrtausends und 1998 das wärmste Jahr. Die Abbildung zeigt eine relativ warme Periode vom 11. bis zum 14. Jahrhundert und eine relativ kalte Periode vom 15. bis 19. Jahrhundert, die als "Mittelalterliches Optimum" und "Kleine Eiszeit" bezeichnet werden. Die Darstellung macht deutlich, dass die Erwärmung im 20. Jahrhundert nicht einfach als natürliche "Erholung" aus der Kleinen Eiszeit angesehen werden kann, da sie das Niveau der mittelalterlichen Werte deutlich überschreitet. Die mittelalterlichen Temperaturen der Nordhalbkugel lagen zwar um 0,2 oC über dem Durchschnitt vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, aber deutlich unter den Werten des 20. Jahrhunderts.

Die rekonstruierten Werte (blaue Kurve in der Abb.) stammen aus Proxydaten von Baumringen, Korallen, Eiskernen und historischen Dokumenten. Aufgrund der fehlenden Daten ist wenig bekannt über die Nordhalbkugel für die Zeit vor mehr als 1000 Jahren sowie über die Südhemisphäre für die Zeit vor 1861.

 

Dieter Kasang

Diese und viele andere Grafiken zum Thema Klimawandel liefert der IPPC.(Intergovermental Panel on Climatic Change) zu beziehen über:

www.hamburger-bildungsserver.de

 

 

 

 

 

http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/klima/ipcc2001/gletscher-1.html