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... Unterschiedliche Kapitalfraktionen der imperialistischen Zentren konkurrieren um den Weltmarkt, sie kämpfen um die restlose Unterwerfung von Mensch und Natur unter ihre Verwertungsinteressen. Sie stützen sich dabei auf  "ihren"  jeweiligen Nationalstaat. Dieser zerschlägt im Kapitalinteresse die von ArbeiterInnenbewegungen und neuen sozialen Bewegungen erkämpften sozialen Sicherheiten. ( Krankenversicherungsleistungen, Arbeitslosenunterstützung, Rente, freien Zugang zu Bildung für alle usw.)  Gemeinsam "deregulieren" sie Arbeitsrechte und Tarifbedingungen, die von Menschen seit Beginn des Kapitalismus unter Einsatz von Gesundheit, Freiheit und Leben erkämpft worden sind. ...

Damit Menschen sich nicht wehren, wurden und werden solidarische Strukturen zerschlagen. Jede und jeder soll für ihr/sein "Schicksal" selbst verantwortlich sein.

Der/die deutsche UntertanIn soll jede emanzipatorische Utopie für ein überholtes Relikt halten, niemals solidarisch sein, sondern rassistisch. ...

Kapitalismus bedeutet Apartheid: Die Welt wird, mehr als schon bisher, in wenige Wohlstandsfestungen einerseits und Slums sowie Ghettos auf der anderen Seite gespalten.

Wer Arbeit hat, kann damit noch lange nicht Essen, Wohnen, Gesundheit, Bildung und Kultur bezahlen. Um nur ein perspektivloses Überleben zu finanzieren, müssen weltweit Hunderte Millionen Menschen sich in zwei und drei Jobs ausbeuten lassen, auch in kapitalistischen Zentren wie der USA oder der BRD.

Darüber hinaus lässt das Kapital Regionen fallen, aus denen es keinen Profit mehr preßt. Es sind vor allem Teile des Trikont [Afrika, Südamerika, Asien] - aber auch in Slums in den kapitalistischen Zentren - wo dieser Zerfall staatlicher Strukturen nicht Befreiung sondern übergang in die Barberei bedeutet. ...

Im Kapitalismus hängt der Wert des Menschen von seiner Auswertbarkeit ab.

Politisches Ziel sozialer Revolution, wie wir sie wollen, ist die soziale Gleichheit der Menschen - als Vorraussezung für Ihre individuelle Selbstverwirklichung - , und das Ende der Naturzerstörung.

Wie heftig das Bürgertum diese soziale Utopie befeindet, sehen wir daran, daß z.B. in der Umweltbewegung die rassistische Kategorie "Überbevölkerung" breit durchgesetzt ist.

Wir brauchen rücksichtslose Theorie und Kritik, strategische Aktionsbereitschaft und kluge Militanz und die Bereitschaft uns verbindlich zu organisieren.

Wer nicht will, daß - egal, ob hier oder sonstwo in der Welt - Menschen gedemütigt, erniedrigt und ausgebeutet werden, wer nicht will, daß Natur vernichtet wird, wer will daß Menschen frei und gleich leben und daß sie über Ihre Angelegenheiten selbst entscheiden, steht in vollständiger Opposition zu dieser Gesellschaft.

Dies ist nur auszuhalten, wenn Menschen sich zusammenschließen, wenn wir lernen und handeln.

Der Kapitalismus ist nicht zu reformieren. Dieser Aberglaube der Reformierbarkeit ist aber der Kern des...Mythos [der konservativen Parteien]. Um sich auf die Verhälltnisse  so tief einzulassen - den Opportunismus des/der deutschen BürgerInnen lassen wir hier beiseite - , muß manch ein Kopf verbogen, historische Erfahrungen (z.Bsp. mit der SPD) geleugnet und linksradikale Theorie verächtlich gemacht werden. ...

Wer das Bündnis mit der SPD will, legitimiert den sozialdemokratischen Pakt mit dem Kapital und geht ihn schließlich selbst ein : deutschnationale "Standortsicherung" inklusive schneller Eingreiftruppen, rassistischem Umgang mit ImmigrantInnen und Füchtlingen und sicherheitshysterischem Abbau von Demokratie-Resten.

Wer sich von Kapital und Staat durch Konzepte wie "nachhaltige Entwicklung" oder "Bündnis für Arbeit" verarschen und integrieren lässt, verantwortet wie Grüne ... und Gewerkschaften die herrschenden Verhältnisse am Gängelband eben von Staat und Kapital. ...

 


Auszüge aus der KurzInfo der Ökologische Linke

Stand 2001 (Hervorhebungen: eigen aus 2006)