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Während Klimawandel die natürliche Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum beschreibt und damit die bisherige Klimageschichte umfasst, bezieht sich die "globale Erwärmung" auf die gegenwärtige anthropogene, das heißt durch Menschen verursachte Klimaveränderung. Siehe dazu auch "Wikipedia" .

Der Wandel des Klimas lässt sich sehr anschaulich im "Gletscher-Archiv" beobachten. (Hier z.B. ein Waldstück in 1988 und 1995 fotografiert)

Der wissenschaftliche Sachstand über die globale Erwärmung wird regelmäßig im Abstand von mehreren Jahren durch die Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zusammengefasst. Die Analysen des IPCC, deren Vierter Sachstandsbericht zwischen Februar und November 2007 schrittweise veröffentlicht wurde, bilden den Kenntnisstand über den menschlichen Einfluss auf das Klimasystem der Erde ab und gelten als Basis der politischen und wissenschaftlichen Diskussion. Sie stehen auch im Mittelpunkt der Kontroverse um die globale Erwärmung.

Den aktuellen Zustand des "Klimawandels" nennt Hans Boës bereits 2005:

Die sich selbst beschleunigende Katastrophe
(Hier zu Teil 2 "Klima-Achterbahn" mit einer weiteren interessanten Grafik)


 Er meint : "Es steht nicht gut um unser Klima. Auf der einen Seite sind die Anzeichen eines drohenden Klimawandels allerorten schon zu spüren - zunehmende Wirbelstürme, Überflutungen oder Dürrekatastrophen. Auf der anderen Seite geht vor allem die amerikanische Öl-, Kohle- und Autoindustrie im Verbund mit der Bush-Regierung zum Gegenangriff über: Klimaänderung ? - kein Vertrag, kein Problem!
Die Anzeichen, dass wir vielleicht unmittelbar vor einer Klimaverschiebung unvorstellbaren Ausmaßes stehen, sind jedoch unverkennbar. Und vor allem sollte nicht der wissenschaftliche Disput Einzelner darüber hinwegtäuschen, dass sich weit über 90% der Klimaforscher einig sind: Der Mensch beeinflusst bereits das Klima!
Erstmals ist im Jahr 2000 die direkte Beobachtung des Treibhauseffekts durch den Vergleich von Satellitendaten aus den Jahren 1970 und 1997 gelungen. Zwar sind sich Experten immer noch nicht ganz sicher, wie groß der Effekt von Wasserdampf und Wolken wirklich ist, aber auch hier gibt es in letzter Zeit zunehmend alarmierende Nachrichten:
Der Beschleuniger Nr. 1: Wasserdampf
Die Konzentration von Wasserdampf in den oberen Luftschichten der Atmosphäre ist um 75 Prozent in den letzten 45 Jahren angestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie, an der 68 renommierte Wissenschaftler aus sieben Ländern mitgearbeitet haben. Die Zunahme des Wasserdampfs ist zu einem Teil auf den Treibhauseffekt selbst zurückzuführen, zum anderen kommt natürlich auch massenweise industrieller Wasserdampf hinzu. Das heißt: Je heißer es auf der Erde wird, desto mehr Wasserdampf sammelt sich in der Atmosphäre, desto heißer wird es wiederum - eine positive Rückkoppelung.
Bisher dachte man immer, dass der Wasserdampf durch Wolkenbildung den Treibhauseffekt eher bremst. Die Studie hat jedoch ergeben, dass die Zunahme des Wasserdampfs von 1980 bis heute den durch die Kohlendioxiderhöhung bedingten Temperaturanstieg nochmals um etwa die Hälfte erhöht hat.


Der Beschleuniger Nr. 2: Sibirien taut auf
Hinzu kommt eine zweite Rückkoppelung: Das Auftauen der Permafrostböden in Sibirien und Kanada. Meldungen bestätigen (1), dass dieser Prozess bereits eingesetzt hat. Wir stehen also vor einem weiteren selbstbeschleunigenden Klimaphänomen.
Wenn sich die Permafrostböden im Norden durch die allgemeine Temperaturerhöhung in große Sumpfgebiete verwandeln, dann werden große Mengen von Methangas und Kohlendioxid freigesetzt, die bisher im Bodenfrost eingelagert worden sind. Außerdem werden in der Folge, verursacht durch die Fäulnisprozesse von Milliarden von Kleinstlebewesen im aufgeweichten Boden, ungeheure Mengen des extrem klimawirksamen Methangases produziert, das wiederum entscheidend zu einer weiteren Temperaturerhöhung beiträgt, weil Methan wie ein Katalysator auf das Klima wirkt. Zusätzlich bewirken auch noch Meeresbakterien bei einem Temperaturanstieg im Oberflächenwasser der Weltmeere eine vermehrte Kohlendioxidproduktion und damit eine zusätzlichen Verstärkung des Treibhauseffektes.
 
Beschleuniger Nr. 3: Die Arktis taut auf
Gerade ist vom US National Snow and Ice Data Center (NSIDC) in Boulder, Colorado, die Meldung (2) herausgegeben worden, dass das Eis der Arktis in den letzten Jahren dramatisch geschrumpft ist, seit 1978 um mindestens 20%.
Falls das Eis der Arktis mit der bisherigen Rate von etwa 8% pro Jahrzehnt weiter schrumpft, wird es im Jahr 2060 einen eisbedeckten Nordpol, wie wir ihn derzeit noch kennen, nicht mehr geben. Das aber wiederum hat enorme Auswirkungen auf den oben beschriebenen Prozeß des Auftauens der Permafrostböden. Denn eine weiße Nordpolkappe reflektiert die Sonneneinstrahlung und sorgt damit für eine Abkühlung der nördlichen Breitengrade. Fehlt die weiße Kappe, wird zusätzliche Wärme absorbiert und der gesamte Nordpolraum erwärmt sich weit stärker als bisher.
Hinzu kommt, dass dann nicht nur das Grönlandeis in Gefahr ist, mit der Folge eines weiteren dramatischen Meeresspiegelanstiegs, sondern auch die Meeresströmungen im Nordpolarmeer beeinflusst werden könnten, was schließlich einen Zusammenbruch des Golfstroms zur Folge haben könnte. Dazu noch ausführlicher weiter unten.

Der Beschleuniger Nr. 4: Der Methanschock
Die weitere Erwärmung der Weltmeere wiederum könnte eine vierte Rückkopplung in Gang setzen: Große Mengen Methaneis, welche bisher am Meeresboden gespeichert sind, werden freigesetzt und heizen die Erde nochmals weiter auf.
Die Folge könnte eine ähnliche Katastrophe sein, wie sie wahrscheinlich vor 55 Millionen Jahren bereits einmal zahlreiche Arten ausgerottet hat. Außerdem kämen wir dann in Temperaturbereiche, die keines der heute lebenden Säugetiere bisher jemals erlebt hat. Auch das Klima, in dem sich der Mensch entwickelt hat, war noch nie wärmer als 17 Grad. Das ist nur ein Grad mehr als heute.

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